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Unterschiede zwischen Offset- und Tiefdruckverfahren

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Unterschiede zwischen Offset- und Tiefdruckverfahren

14.10.2024

Offset- und Tiefdruck sind zwei wichtige Druckverfahren in der Druckindustrie. Obwohl sie einige Gemeinsamkeiten in ihren Prinzipien und Eigenschaften aufweisen, bietet jedes Verfahren seine eigenen Vorteile. In den letzten Jahren haben Fortschritte in der Computertechnologie, der Materialwissenschaft und der Lasertechnologie sowohl im Offset- als auch im Tiefdruck verschiedene neue Technologien hervorgebracht, die ihrer Entwicklung und Anwendung neuen Schwung verleihen. Durch die systematische Analyse der Unterschiede und Zusammenhänge zwischen Offset- und Tiefdruck können wir auch zukünftige Entwicklungstrends erkennen.

 

Grundsätze

Offsetdruck lässt sich in zwei Arten unterteilen: Nassoffset und Trockenoffset. Nassoffset basiert auf dem Prinzip der Nichtvermischung von Öl und Wasser. Dadurch werden die Bild- und Leerbereiche der Platte öl- bzw. wasseranziehend, was die Bildübertragung ermöglicht. Dabei ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Farbe und Wasser unerlässlich. Beim Trockenoffset hingegen wird eine Silikonkautschukschicht als Leerbereich der Platte verwendet und es kommen speziell formulierte Farben zum Einsatz. Im Gegensatz zum Nassoffset wird beim Trockenoffset kein Feuchtmittel benötigt, was die Druckleistung verbessert.

Das Prinzip des Tiefdrucks ist vergleichsweise einfacher, da die Farbe direkt von der Tiefdruckplatte auf den Bedruckstoff übertragen wird. Der Hauptunterschied liegt in der Verwendung einer Rakel im Tiefdruck, wobei die Bildbereiche auf der Platte stets tiefer liegen als die leeren Bereiche.

Die Praxis zeigt, dass die Punktfläche im Tiefdruck generell größer ist als im Offsetdruck, da die Wiedergabe von Farbabstufungen und -tönen von der Farbschichtdicke abhängt. Dies führt dazu, dass der Tiefdruck bei der Darstellung komplexer Bilder, wie beispielsweise Gesichter, weniger filigran und weicher ist als der Offsetdruck. Druckprodukte im Tiefdruck zeichnen sich jedoch durch leuchtende Farben, ausgeprägte Dreidimensionalität und präzise Farbwiedergabe aus und eignen sich daher ideal für Verpackungsanwendungen.

Sowohl der Offset- als auch der Tiefdruck haben ihre relativ festen Anwendungsbereiche, doch in Märkten wie Kalendern, hochwertigen Farbmagazinen und Papierverpackungsprodukten herrscht zwischen ihnen ein erbitterter Wettbewerb.

 

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Prozesse

Offset- und Tiefdruck weisen in ihren Produktionsprozessen jeweils einzigartige Merkmale auf, die wie folgt zusammengefasst werden können:

 

  • Offsetdruck:
  • Geeignet für den Druck kleiner Auflagen und Produkte mit häufig wechselndem Design;
  • Ideal für den Druck mit kurzen Zyklen, insbesondere für zeitkritische Produkte wie Zeitungen;
  • Benötigt weniger Platz, geringere Kapitalinvestitionen und weniger Zusatzgeräte.

 

  • Tiefdruck:
  • Hohe Druckhaltbarkeit, geeignet für Großaufträge mit mehreren Nachdrucken;
  • Stabile Druckqualität und gute Reproduzierbarkeit;
  • Ermöglicht beidseitigen Druck auf Rollenmaterialien und Druck auf Spezialmaterialien wie Kunststoffen und Metallen;
  • Kurzer Tintenweg, einfache Prinzipien und leichte Bedienung.
  • Tiefdruckprodukte zeichnen sich durch eine stärkere visuelle Wirkung und generell eine höhere Qualität aus. Jüngste Fortschritte in der Plattenherstellung und Gravurtechnologie, insbesondere in der Laserbelichtung, haben die Konsistenz von Tiefdruckprodukten deutlich verbessert.

 

Kosten

Die Rohstoffkosten sind ein wesentlicher Bestandteil der Druckkosten und umfassen die Kosten für Plattenherstellung, Papier, Farbe und Energie. Da die Produktionskosten für Tiefdruckplatten deutlich höher sind als für Offsetplatten, glauben viele fälschlicherweise, dass auch die Kosten für den Tiefdruck höher seien. Dies ist jedoch nicht ganz richtig.

Beim Kleinseriendruck sind die Kosten für den Tiefdruck tatsächlich etwas höher als für den Offsetdruck. Bei Druckaufträgen mit festen Wiederholungszahlen, wie etwa Verpackungen für Zigaretten oder alkoholische Getränke, verringert sich dieser Kostenunterschied jedoch nach mehreren Druckläufen schnell, und der Tiefdruck kann am Ende sogar günstiger sein als der Offsetdruck. Beim Drucken auf dünnem Papier schneidet der Tiefdruck besser ab als der Offsetdruck. So kann beispielsweise der gewünschte Effekt im Tiefdruckverfahren auf hochwertigem Kalenderpapier mit 52 g/m² erzielt werden, während für den Offsetdruck gestrichenes Papier mit mindestens 57 g/m² erforderlich wäre. Daher führt der Preisunterschied zwischen diesen beiden Papiersorten beim Großauflagendruck oft dazu, dass Druckereien den Tiefdruck bevorzugen. Bei Großauflagen ist die Lebensdauer von Tiefdruckzylindern zudem viel länger als die von Offsetplatten.

Tatsächlich haben sowohl Offset- als auch Tiefdruck ihre Kostenvorteile, daher sollte die Wahl von den jeweiligen Umständen abhängen. Für Großaufträge mit hohen Qualitätsanforderungen ist Tiefdruck vorzuziehen; für kleinere Aufträge (Zehntausende von Drucken oder weniger) mit geringeren Qualitätsanforderungen ist Offset besser geeignet.

 

Zyklus

Der Produktionszyklus ist ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines Druckverfahrens. Zwischen dem Offset- und dem Tiefdruck bestehen erhebliche Unterschiede in den Produktionszyklen.

Der Tiefdruck hat einen strengen Arbeitsablauf entwickelt, der in jedem Schritt – vom Entwurf über den Proof bis zum endgültigen Druck – die Bestätigung des Kunden erfordert. Zudem müssen Tiefdruckplatten typischerweise vom Plattenhersteller zur Druckerei transportiert werden, was den Produktionszyklus zweifellos verlängert und die Kosten erhöht. Im Gegensatz dazu folgt der Offsetdruck einem einfacheren und direkteren Arbeitsablauf, der den Prozess vom Entwurf bis zur Auslieferung in der Regel in weniger als zwei Wochen abschließt. Daher weist der Tiefdruck derzeit im Kurzzeitdruck erhebliche Defizite auf, trotz Fortschritten in der Laserbelichtungstechnologie und leichten Kunststoffwalzen, die die Tiefdruckzyklen verkürzen könnten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die Geschwindigkeit des Offsetdrucks in naher Zukunft erreicht wird.

 

Markt

Laut einschlägigen Daten macht der Offsetdruck rund 40 % des Weltmarktes aus, während der Tiefdruck rund 15 %, der Flexodruck rund 25 % und andere Druckverfahren rund 20 % ausmachen. Auf dem Inlandsmarkt wird der Anteil des Offsetdrucks voraussichtlich steigen, während die Anteile anderer Druckverfahren entsprechend sinken werden. Diese Zahlen sind natürlich nicht fix; sie schwanken kurzfristig je nach verschiedenen Faktoren und der jeweiligen Situation.

Die Trends in der Drucktechnologieentwicklung werden künftig den Marktanteil verschiedener Druckverfahren bestimmen. Basierend auf den globalen Entwicklungsmerkmalen im Druckbereich lässt sich absehen, dass der hochwertige Kleinauflagendruck künftig im Mittelpunkt des Wachstums stehen wird. Kontinuierliche Verbesserungen der Druckmaschinenpräzision, Weiterentwicklungen der Druckverfahren und -technologien sowie verbesserte Materialeigenschaften machen Qualitätsverbesserungen bei Druckerzeugnissen unumgänglich. Mit der steigenden Qualität der Druckerzeugnisse wächst auch die Nachfrage nach Kleinauflagendruck. Dies schafft Chancen durch die Diversifizierung von Informationsmedien und Druckerzeugnissen. So kann beispielsweise eine Zeitschrift, die vor zwanzig Jahren eine Auflage von über einer Million Exemplaren hatte, heute aufgrund der zunehmenden Verbreitung ähnlicher Zeitschriften und der Konkurrenz durch elektronische Medien wie Fernsehen und Internet eine Auflage von weniger als 200.000 Exemplaren aufweisen. Tatsächlich stellt diese Zahl die Höchstauflage für die meisten inländischen Zeitschriften dar. Zwar können einige Zeitschriften noch eine Auflage von über einer Million Exemplaren erreichen, doch verfügen sie oft über mehrere Druckstandorte, sodass das Druckvolumen pro Standort nicht nennenswert ist und sie typischerweise als mittlere oder kleine Auflagen eingestuft werden.

Angesichts der Markttrends hat der Offsetdruck Technologien eingeführt, die den sich wandelnden Marktanforderungen gerecht werden, wie beispielsweise CTP-Systeme, die Film überflüssig machen, und Digitaldrucksysteme, die On-Demand-Druck ermöglichen. Diese Fortschritte verbessern nicht nur die Qualität der Drucksachen, sondern verkürzen auch die Druckzyklen deutlich und eröffnen so schnell neue Märkte. Der Tiefdruck, traditionell auf Großauflagen angewiesen, vermied früher Aufträge mit weniger als einer Million Drucken. Angesichts der Tatsache, dass die Anzahl der Druckaufträge, wie beispielsweise für Verpackungen für Tabak und Alkohol, die eine Million Drucke übersteigen können, jedoch zurückgeht, ist es zu einer zentralen Herausforderung geworden, im Wettbewerb mit dem Offsetdruck Fuß zu fassen.

Sowohl Offset- als auch Tiefdruck sind wichtige Verfahren im Druckmarkt. Beide verfügen über eigene technologische und verfahrenstechnische Stärken und entwickeln sich rasant weiter. Ihr gemeinsames Ziel ist die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie, um sich an zukünftige Drucktrends anzupassen und Kunden schnellere, qualitativ hochwertigere und kostengünstigere Produkte zu bieten. Um den Gewinn zu maximieren, sollten wir außerdem die passenden Druckverfahren basierend auf den Eigenschaften der Druckprodukte auswählen.